Notfalltraining (Gesetze)

Zahnarztpraxis:

Entsprechend der „Punktebewertung von Fortbildungen“ der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) ist das Notfalltraining von den Landeszahnärztekammern (LZÄK) mit mind. 5 Punkten zertifiziert.


Arztpraxis:

Gemäß §11 der „Satzungsregelung Fortbildung und Fortbildungszertifikat“ der Bundesärztekammer erkennen die Ärztekammern von einer anderen Heilberufskammer anerkannte Fortbildungsmaßnahmen an.


Ambulant operierende Ärzte:

In den Richtlinien der BÄK zur Qualitätssicherung bei ambulanten Operationen wird die Notfallversorgung bei plötzlich auftretenden Notfällen besonders hervorgehoben.

Es werden „… ausreichende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Notfallmedizin …“ vorausgesetzt. Außerdem hat „ … der Operateur … dafür Sorge zu tragen, dass … Assistenzpersonal … mit einer ausreichenden Qualifikation zur Verfügung steht …“ und „Gerätschaften … zur Notfallversorgung … in ausreichender Anzahl vorhanden sein müssen.“

In der Qualitätssicherungsvereinbarung bei ambulanten Operationen gemäß § 115 b SGB V zwischen den Kostenträgern der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 01.10.2006 wird die Bedeutung eines ausreichenden Notfallmanagements für ambulante operative Eingriffe betont. „Die Einrichtung … muss über einen Organisationsplan für Notfälle … verfügen. Das Personal muss an regelmäßigen Fortbildungen im Notfall-Management teilnehmen.“

Neben einer angemessenen Notfallausrüstung und immer wieder aufgefrischten theoretischen Kenntnissen bedarf es auch eines ständig wiederkehrenden praktischen Simulationstrainings in Reanimation, Defibrillation und Intubation, um unerwartete Notfallsituationen als Praxisteam bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kompetent überbrücken zu können.

Ein Notfalltraining ist zur Erfüllung der Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung ambulanter Operationen und der Qualitätssicherungsvereinbarungen bei ambulanten Operationen nach § 115 b SGB V geeignet.

 

Allergologisch tätige Ärztinnen und Ärzte:

In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allergologie zur Hyposensibilisierung und allergenen Provokationstests wird die Patientenversorgung bei einem plötzlich eintretenden Notfall  besonders hervorgehoben:

„… das Personal … muss ausgebildet und erfahren sein …“, es „ … ist … regelmäßig überprüfte Ausrüstung zur kardiopulmonalen Wiederbelebung … vorzuhalten…“ und „damit die Notfallsituation reibungslos beherrscht werden kann, sollte der gesamte Notfallablauf mittels Trockenübungen in Abständen von sechs Monaten trainiert werden“. Auch der Berufsverband der Deutschen Dermatologen „… empfiehlt … notfallmedizinische Trainingsmaßnahmen … im Hinblick auf das ambulante Operieren und die Hyposensibilisierung …“.


Gastrointestinale Endoskopien durchführende Ärztinnen und Ärzte:

In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten zur Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie wird die Patientenversorgung bei einem plötzlich eintretenden Notfall besonders betont:

„Der … verantwortliche Arzt … soll in … Erkennung und Behandlung der zu erwartenden Nebenwirkungen, einschließlich der kardiopulmonalen Reanimation, dem Freimachen/Freihalten eines durchgängigen Luftwegs, der Intubation und manuellen Beatmung speziell geschult sein und sie beherrschen. … Analog … zählen zu den persönlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer Analgosedierung die Beherrschung der Notfallsituation mit Korrektur kreislaufzirkulatorischer Probleme und die Fähigkeit zur endotrachealen Intubation. … Im Rahmen der Qualitätssicherung soll ein speziell auf die Sedierung ausgerichtetes Training für Ärzte und nichtärztliches Assistenzpersonal durchgeführt werden.“


Qualitätsmaßnahme Belastungs-EKG:

Im Rahmen der Qualitätsmaßnahme Belastungs-EKG im Zuge des Programms „Ausgezeichnete Patientenversorgung“ der KV gehört zu den initialen Teilnahmevoraussetzungen: „Nachweis der Gerätequalität und des Vorhaltens einer Notfallausrüstung“ und der „Nachweis der fachlichen Kenntnisse des Praxispersonals zur Reanimation“.